Besuch der GRB mit unserem Landratskandidaten Ely Eibisch
Einen informativen Besuch statte am 3.12.2019 eine Abordnung des Ortsverbandes und des Kreisverbandes der Freien Wähler zusammen mit ihrem Landratskandidaten Ely Eibisch der GRB (GRB-Sammelstelle Bayern für radioaktive Stoffe GmbH) ab, bei der der Bürgermeisterkandidat der FW Mitterteich Bernhard Thoma arbeitet. Begrüßt wurden die Teilnehmer vom Geschäftsführer der GRB, Herrn Stefan Ide. Im Anschluss daran führte Herr Ide in die Geschichte und die Arbeit der GRB ein. Die Gesellschaft wurde im Jahre 1981 vom Freistaat Bayern gegründet, der seit 2016 alleiniger Gesellschafter ist.1986/87 waren alle Gebäude und Hallen fertig gestellt und der Betrieb konnte beginnen. In der Halle der Sammellagerstelle werden leicht- und mittelradioaktive Abfälle gesammelt,die beim Umgang mit radiaktiven Stoffen in den Bereichen Forschung, Medizin und Industrie anfallen. In Mittereich erfolgt die ordnungsgemäße Zwischenlagerung bis zur Verbringung der Abfallgebinde in das Bundesendlager. Bis 1998 konnten noch Gebinde in das ehemalige Endlager der DDR, Morsleben, verbracht werden. Nun muss man warten, bis die Schachtanlage Konrad in Salzgitter, ein ehemaliges Erzbergwerk, fertig gestellt ist. Laut Betreibergesellschaft sollen die Bauarbeiten am Schacht Konrad bis Mitte 2027 abgeschlossen sein. Dann sollen die Gebinde in 800 m Tiefe dort in einem Schacht endgültig gelagert werden. Deswegen werden bereits heute Fässer in Spezialcontainer verpackt und so zur Endlagerung vorbereitet. Die angenommenen Abfälle werden zum Teil bei externen Dienstleistern weiterverarbeitet.Gängige Behandlungsverfahren sind z. B. die Verbrennung oder die Hochdruckverpressung, um Raum zu sparen. Auf dem Gelände befindet sich auch die "EVU- Lagerhalle". Sie ist ein zentrales Zwischenlager von schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus kerntechnischen Anlagen in Bayern. Hier werden unter anderem kontaminierte Bauteile aus Betrieb- und Rückbau der bayerischen Kernkraftwerke gelaghert. An- und Abtransport erfolgt größtenteils über die Schiene. Bis Wiesau ist die normale Bahntrasse vorhanden. Von Wiesau bis zum Werk führt eine eigene Bahnlinie. Kleinere Teile werden auch unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften von Verbrauchern wie Schulen, Unis u. ä. mit einem Kleintransporter abgeholt. Das Werk besitzt ein eigenes Notstromaggregat. Es sind auch die entsprechenden Brandschutzanlagen mit Feuerlöschteich, CO2- Löschanlagen und Leichtschaumgeneratoren für evtl. Zwischenfälle vorhanden. Natürlich werden ganzjährig Messungen zur Radioaktivität vorgenommen. Dabei liegt der Wert am Anlagenzaun niedriger als der Wert der natürlichen radioaktiven Strahlung in der Umgebung. Das ist auf den Untergrund des Betriebsgeländes bzw. der Umgebung (z. B. Granit) zurückzuführen. Die Betriebsgenehmigung für die GRB ist vorerst bis Ende 2028 befristet. Auf den hoch interessanten Vortrag von Herrn Ide folgten natürlich Fragen durch die Teilnehmer. Wichtigste Frage: "Wie nahmen damals die Mitterteicher die Gründung der GRB auf.“ Die Mitterteicher Teilnehmer waren zum Teil "Zeitzeugen". Sie wussten zu berichten, dass damals der Widerstand sehr groß war und auch viel Angst dabei war. Im Laufe der Zeit flaute allerdings durch gezielte Aufklärungsarbeit die Angst ab und heute nehmen die Mittereicher die GRB als ganz selbstverständlich an. Nun wurde der Kontrollbereich besucht. Dazu erfolgte die entsprechende Sicherheitsbelehrung. Bevor die Hallen besichtigt wurden, ging jeder Teillnehmer durch den Übergangsbereich. Hier bekam jeder Überschuhe und einen Übermantel. Der erste Eindruck war: Da ist ja alles äußerst sauber und gepflegt.Nun wurden die verschiedenen Einrichtungen wie das Meisterbüround das Strahlenschutzlabor mit den verschiedenen Messeinrichtungen angeschaut. Im Anschluss daran besichtigte man die diversen Gerätschaften wie Stapler, Luftkissenfahrzeug und ferngesteuerten Kran. Bevor der Kontrollbereich verlassen werden durfte, durchschritt man den Hand- Fuß- Kleider- Monitor, ein Kontaminations- messgerät. Da keinerlei Kontamination festgestellt wurde endete nun die Führung. Im Namen der Besucher bedankte sich Landratskandidatz Ely Eibisch bei Herrn Ide dafür, dass man die GRB besuchen durfte.