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vor Ort

Die Freien Wähler organisieren immer wieder Betriebsbesichtigungen in und um Mitterteich. Alle Bürgerinnen und Bürger sind immer herzlich willkommen, daran teilzunehmen (Anmeldung bitte telefonisch bei Walter Siller, Tel. 2880).


29. September 2017: Besuch bei Landwirtschaft Gretsch

In einem "computergesteuerten Laufstall"

Nachdem die Freien Wähler Mitterteich im Frühjahr durch Michael Zintl von der gleichnamigen Firma eine theoretische Einführung in einen "Computer gesteuerten" Kuhstallbekommen hatten, folgte nun die praktische Ansicht. Dazu durfte man den modernen Stall der Familie Gretsch in Kleinsterz besuchen. Nach der Begrüßung gab Gretsch jun. einige "technische Daten" zum Betrieb bekannt: Der Stall wurde 2013 gebaut, ein großer Teil der Investitionssumme entfiel auf den Melkroboter. Der Vorteil dieser Automatisierung liegt darin, dass im Bedarfsfall auch eine Person die Arbeit verrichten kann. Der Stall ist ein Laufstall, d. h. die Kühe können sich frei im Stall bewegen. Für jede Kuh gibt es eine Liegebox. Die Kühe können zum Fressen und zum Melken gehen, wann sie wollen.  Zur Zeit besitzt Familie Gretsch 125 Tiere, davon sind 85 Milchkühe. Die anderen Tiere sind entweder Kälber oder sind trächtig. Der Stall ist nicht beheizt. Im Sommer sind großflächig die Fenster geöffnet. "Es herrscht eine Temperatur wie in einem schattigen Biergarten", meinte Gretsch jun. Der Stall ist nicht beheizt, im Winter sind die Fenster geschlossen. Minustemperaturen machen den Kühen nichts aus, nur zugig darf es nicht sein. Sauber gehalten wird der Stall durch einen Räumer, der alle Stunde einmal ganz langsam durch den Stall fährt und die Abfälle über einen Schacht in die Güllegrube schiebt. Die Liegeboxen werden noch mit Hand gesäubert. Auch eine Wellnessbürste steht im Stall. Diese ist bei den Kühen sehr beliebt. Sie gehen gerne hin, um sich massieren zu lassen. Allerdings herrscht bei den Kühen eine Rangordnung. Wie es zur Rangordnung kommt, ist noch ungeklärt. Auf jeden Fall: Kommt eine "höher rangige" Kuh, so geht die andere beim Fressen, beim Melken oder beim Massieren zur Seite. Da eine Kuh erst Milch gibt, wenn sie gekalbt hat, werden die Kühe immer wieder trächtig, damit der Milchfluss erhalten bleibt. In diesem Betrieb werden die Kühe ca. 7 Jahre alt und kalben 4- 5 Mal. In diesem Stall werden zwei Züchtungen von Kühen gehalten: Die einen liefern mehr Milch, die anderen mehr Fleisch. Nun ging es zum Herzstück des Stalls, zum Melkroboter. Eine Kuh, die gemolken werden will, geht in den Melkkäfig. Dort werden durch den Computer die Melkbecher an die Zitzen gelegt und das Melken beginnt. Ist das Melken beendet, fallen die Melkbecher ab und werden vom Roboter gereinigt und zur Seite transportiert. Die Milch fließt über eine Leitung zum 4000-l- Milchtank. Alle 2 Tage wird die Milch abgeholt. Der Roboter erledigt nun die verschiedensten Aufgaben. Zunächst melkt er nur die Kuh, die an der Reihe ist. Ein Vordrängen gibt es nicht. Dann liefert der Roboter Erkenntnisse über die Menge, über die Farbe und die Qualität der Milch. Auch Veränderungen in der Milch wie Blutbeimischung oder Entzündungen kann er feststellen. Bei "Unregelmäßigkeiten" in der Milchproduktion kann der Computer nicht nur die Kuh, sondern auch die entsprechende Zitze feststellen. Der Computer zeigt auch ein Bewegungsprofil jeder Kuh auf, so dass der Bauer feststellen kann, wenn eine Kuh brünstig ist, denn dann ist die Bewegungs-aktivität höher. Damit der Melkroboter zuverlässig funktioniert, wird es vierteljährlich ein Kundendienst durchgeführt. Nun besuchte man noch die jungen Kälber und ließ sich über deren Aufzucht informieren. Da viele der Teilnehmer mit einem modernen Milchwirtschaftsbetrieb nicht vertraut waren, zeigten sie sich sehr beeindruckt von dem hohen Technisierungsgrad dieses Betriebes. Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende Ernst Bayer bei Familie Gretsch, dass die Freien Wähler den Stall besuchen durften und so viele Informationen erhalten hatten.


7. April 2017: Besuch bei Agrartechnik Zintl

Viel Computertechnik in der Landwirtschaft

Freie Wähler besuchen Agrartechnik Zintl

Einen Besuch statteten die Freien Wähler Mitterteich der "Agrartechnik Zintl" ab. Nach der Begrüßung erzählte Senior- Chef kurz über die Geschichte des Hauses. Dieses Haus ist das älteste Gebäude in der Vorstadt. Zuerst war es eine Schmiedewerkstatt, dann wurde der vordere Teil des Hauses als Zoigl- Stube genutzt, anschließend war es bis Mitte der 80er Jahre ein Metallwarengeschäft und heute dient es als Büro und Lagerraum. Anschließend ging es in die Werkstatt. Hier erklärte uns Herr Zintl, dass sie zur Instandhaltung und Reparatur landwirtschaftlicher Geräte und Fahrzeuge aller Art- von der älteren bis zur modernsten Technik- dient. Nun berichtete Junior- Chef Michael Zintl über seinen Aufgabenbereich. Hier war für alle Teilnehmer der interessanteste und informativste Teil des Besuches. Herr Zintl teilte uns mit, dass die Inneneinrichtung moderner Kuhställe- einschließlich des Aufstellens von Milchcontainern bis 20 000 l- in dieses Gebiet fällt. Die Aufgaben reichen vom Melkroboter über den Spaltenroboter, der den Stall sauber hält, bis zum Kälbertränke- Roboter.  Die Firma betreut zur Zeit 16 Melkroboter im Raum von Mitterteich- Weiden- Kemnath, einschließlich des Lehr-,Versuchs- und Fachzentrums für Milchwirtschaft in Almesbach bei Weiden. Außerdem arbeitet die Firma für 170 Kunden, die noch die ältere Technik besitzen. Herr Zintl jun. erklärte- und das überraschte alle Besucher- mit wie viel Technik heute ein moderner Stall ausgestattet ist. Ein Melkroboter "betreut" zwischen 62 und 72 Kühen. Die kosten für dieses Gerät liegen bei 160 000 €. Ein moderner Laufstall liegt in der Herstellung bei 700- 800 000 €. Pro Tag erfolgen im Durchschnitt 2,6 Melkungen. Die Kühe werden mit Kraftfutter zum Melken angelockt. Durch den Transponder, den jede Kuh um den Hals trägt, kann der Roboter feststellen, ob die Kuh zum Melken an der Reihe ist. Ferner reinigt er das Euter und legt Melknäpfe an. Er erkennt, ob die Milch in Ordnung ist oder ob sie ausgesondert werden muss. Er zeichnet die Milchleistung der Kühe auf und stellt für jedes Tier das entsprechende Futter zusammen. Eine seiner weiteren Aufgaben ist, das Verhalten der Tiere festzuhalten. Damit können Verletzungen festgestellt werden. Aber auch ob eine Kuh besamt werden soll, kann der Computer aus dem Verhalten des Tieres erkennen. Die Besucher staunten immer wieder, wie viel Computertechnik heute in einem landwirtschaftlichen Betrieb angewendet wird. Damit wurde klar, dass die Ställe entsprechend größer gebaut werden und die Landwirte finanzkräftig sein müssen, wollen sie überleben. Auf dem Rückweg zeigte uns der Junior- Chef noch eine moderne Kälbertränke. Auch hier wird für jedes Tier- je nach Bedarf- die Milch bzw. das Milchpulver vorbereitet, auf die richtige Temperatur gebracht und dann kann das Kalb trinken. Auch den "Wellness- Betrieb" für Kühe lernten die Besucher kennen. So können sich die Tiere durch drehende Bürsten massieren lassen. Diese Anlage ist bei den Kühen sehr beliebt. Beim gemütlichen Beisammensein, das Familie Zintl freundlicherweise organisierte hatte, bedankte sich der Vorsitzende Ernst Bayer im Namen der Besucher: "Wir haben heute viele Informationen erhalten und viel Neues über die Technisierung der Milchwirtschaft erfahren. Da das heute großenteils Theorie war, werden die Freien Wähler demnächst auch ein Milchbetrieben besuchen, um die  Praxis kennen zu lernen."


14. Oktober 2016: Besichtigung der neuen Obstpresse

Die Besuchergruppe mit Marion Puchta (5. v. rechts) und Peter Jacobey (3. v. links)

Nachdem in der Zeitung über die neue Obstpresse des Obst- und Gartenbauvereins berichtet wurde, wollten sich die Freien Wähler selbst einen Eindruck verschaffen. So kam es zu dem Besuch. Begrüßt wurde die Gruppe von der Vorsitzenden Marin Puchta und anschließend erfolgte die Erklärung durch Peter Jacobey. Vor 18 Jahren begann der Verein mit dem Obst pressen, damals allerdings noch kalt. Damals wie heute werden meist Äpfel zu Saft verarbeitet.  2013 installierte dann der Verein eine Presse, bei der der Saft bei der Herstellung erhitzt wurde. Bei dieser Presse war noch nicht so viel automatisch und man brauchte mehr  ehrenamtliche Helfer. In diesem Jahr investierte nun der Verein 25 000 € und kaufte eine neue Presse. Der Ablauf vom Apfel bis zum Saft stelle sich nun folgendermaßen dar: Nach der Anfahrt werden die Äpfel auf einen Tisch geschüttet und nochmals sortiert. Anschließend rollen die Äpfel über eine Bürstenwaschanlage und werden dort zur Reinigung mit Wasser besprüht. Sie fallen dann in einen mit Wasser gefüllten Edelstahlbottich. Von hier aus geht es mit einem Förderband nach oben, wo das Obst zerkleinert wird. Nun fällt das zerkleinerte Obst auf ein Band, auf das Walzen drücken und den Saft herauspressen. Im nächsten Schritt erfolgt durch 4 kleinere Walzen noch ein Nachpressen. Die festen Reste, der sogenannte Apfeltrester, wird nun mit Hilfe einer Schnecke nach außen transportiert und kann gleich auf Anhänger o. ä. verladen werden. Der Saft kommt nun in einen Plastikzwischenbehälter. Von dort fließt der Saft über eine Leitung durch einen Wärmetauscher. Er wird auf 80 Grad Celsius erhitzt. Nun fließt der heiße Saft in die Abfüllanlage. Hier wird er in 5- bzw. 10-l- Bags gefüllt und mit einem Plastikhahn verschlossen. Die Bags bestehen aus zwei ineinander liegenden Kunststofffolien, wobei die innere lebensmittetauglich ist. Will jemand den Saft kalt haben, so ist das auch möglich. Nach jedem Presstag ist natürlich eine ca. zweistündige Reinigung notwendig. Denn nur eine ganz saubere Presse garantiert einen einwandfreien Saft. Der Saft ist bei kühler und dunkler Lagerung ein Jahr haltbar. Nun musste Herr Jacobey noch Fragen der Besucher beantworten. Es können pro Stunde bis zu 500 Litern gepresst werden, so dass ein durchschnittlicher Pressvorgang in einer Viertelstunde abgeschlossen ist. Dadurch kommt es für die Kunden kaum zu Wartezeiten.  " Es sollten große, nicht zu reife Äpfel zum Pressen gebracht werden", meinte Herr Jacobey, "dann erzielt man aus 50 kg Äpfel gut 30 l Saft". Frau Puchta erzählte: " Im letzten Jahr ließen 400 Kunden pressen, die aus einem Umkreis von 100 km kamen." Für den Pressablauf werden 3- 4 Leute benötigt.

Bei dem folgenden Imbiss informierte Frau Puchta über den Verein. Der Verein hat 300 Mitglieder, davon sind 80 Kinder, die im Kreislehrgarten unter Anleitung Gartenarbeit erlernen (säen, verpflanzen, jäten, ernten usw.) Von den Vereinsmitgliedern engagieren sich 30 ehrenamtlich, davon allein für die Kinder 15. Der Vorsitzende der Freien Wähler Mitterteich Ernst Bayer bedankte sich für die Veranstaltung und überreichte ein Geldgeschenk für die Jugendarbeit.


16. Oktober 2015: Besuch der neuen Rettungswache

Die Freien Wähler Mitterteich besichtigten die neue Rettungswache an der Tirschenreuther Straße.

Der Kreisvorsitzende des BRK,  Holger Schedl erklärte die Zusammenhänge im Rettungssystem des Landkreises. Dabei ging er auf die vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte  ein, ohne die eine so hervorragend funktionierende Hilfeleistung nicht möglich wäre.   Allein in Mitterteich hatten die Helfer vor Ort im letzten  Jahr rund 600 Einsätze.  Das Zusammenspiel von HVO, Rettungswagen und Notarzt wird in der Leitstelle in Weiden koordiniert.  Ziel ist es, dass bei einem medizinischen Notfall innerhalb von 12 Minuten nach der Alarmierung   geholfen werden kann.

Zukünftig wird im neuen Gebäude ein Rettungswagen mit 2 Einsatzkräften stationiert sein.

Büroräume, Medikamentenraum, und Ruheräume sind derzeit schon fast fertiggestellt.

Eine spezielle Dekontaminationsschleuse soll den optimalen Schutz vor Keimen und Viren gewährleisten.  Der Startschuss für die Rettungswache ist am 01.01.16 geplant. Bis dahin werden noch die Technik und die Innenausstattung der Räume ergänzt.

Bernhard Thoma, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler überreichte den Verantwortlichen ein kleines Geschenk und bedankte sich für die aufschlussreiche und eindrucksvolle Beschichtigung.

Link zu BRK Bereitschaft Mitterteich


17. Juli 2015: Besuch beim Hartsteinwerk in Steinmühle und am Hirschentanz

Einen Besuch statteten die Freien Wähler Mitterteich dem Hartsteinwerke Bayern- Mitteldeutschland (HBM) in der Verwaltung Steinmühle und am Steinbruch Hirschentanz ab. Zur Führung waren eigens der Geologe der Firma Dr. Weiher und der techn. Leiter der Firma Dpl.- Ing Hinz aus Erfurt angereist. Nach der Begrüßung führte Herr Hinz in Steinmühle in den Aufbau der Firma ein. Sie ist eine Zweigniederlassung der Basalt AG und betreibt unter anderem die der in unserer Gegend bekannten ehemaligen EBAG. Die Basalt AG agiert europaweit, betreibt allein in Deutschland 101 Steinbrüche und 223 Asphaltmischanlagen mit 3571 Mitarbeitern. HBM arbeitet in Bayern und Mitteldeutschland und unterhält 20 Steinbrüche und 30 Asphaltmischanlagen. Sie beschäftigt 500 Mitarbeiter. Die kaufmännische Verwaltung der Firma arbeitet mit 50 Mitarbeitern in Steinmühle, während die techn. Abteilung in Erfurt angesiedelt ist.  Der gewonnene Basalt wird für die Asphaltherstellung als Zuschlagstoff eingesetzt, findet Verwendung bei Beton und wird auch an Mineralwollhersteller geliefert, die daraus Dämmstoffe, Mineralwolle zu Isolierung u. ä. herstellen. Einen besonderen Basalt liefert das Werk Pechbrunn. Am Teichelberg findet sich das einzige Basaltvorkommen in Bayern, aus dem Gleisschotter als Unterbau für Bahngleise hergestellt werden kann. Dipl.- Ing. Hinz erklärte dann, dass im Werk Hirschentanz 13 Arbeiter beschäftigt sind. Im nächsten Jahr werden es dann 15 Leute sein, weil zwei Azubis im Bereich Aufbereitungsmechaniker dazu kommen. Anschließend fuhr man dann zum Steinbruch Hirschentanz. An Hand der sichtbaren Gesteinsschichten erläuterte an Ort und Stelle Dr. Weiher den geologischen Aufbau des Hirschentanzes. Dr. Weiher meinte: " Wo heute der Steinbruch liegt, ist genau der Schlot eines über 26 Mill. Jahren erloschenen Vulkans. Ganz unten liegt das Urgestein Granit, darauf folgen feinkörnige Auswurfmassen des Vulkans. Dieses Material wurde bei der Explosion herausgeschleudert und besteht aus Granit und vulkanischem Glas. Dann folgen grobe Auswurfmassen mit sogenannten vulkanischen Bomben, das sind in der Luft zu Basalt erstarrte Lavafetzen. Zum Schluss folgte dann der feste Basalt. Beim Erkalten von Lava bildeten sich dann regelmäßige fünf- bis sechseckige Basaltsäulen. Vor Beginn des Abbaus war der Gipfel des Hirschentanz 645 m hoch. Heute liegt die Abbauebene bereits bei 580 m, d. h. es wurden schon ca. 65m Basalt abgetragen. Es wird gerechnet, dass der Hirschentanz  noch einige Jahre betrieben werden kann. Nun kam Dipl,- Ing. Hinz zum technischen Ablauf im Steinbruch. Gearbeitet wird in den Monaten März bis Dezember, in den restlichen zwei Monaten finden dann Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten statt. Am Hirschentanz werden pro Jahr bis zu 600.000 t Basalt  gewonnen. Nachdem die Auflagen für das Sprengen in den letzten Jahren verschärft wurden, hat man das Sprengen einer spezialisierten Fremdfirma übergeben. Pro Sprengung werden ca. 40.000 t Basalt aus dem Berg gesprengt. Der gesprengte Basalt wird mit 60-t-Ladern zu dem Backenbrecher gebracht. Der Brecher zerkleinert den Basalt auf 10-30 cm große Bruchstücke. Ein Teil des Basalts wird hier als Grundstoff für die Mineralwollherstellung abgezweigt. Das übrige Material wandert über ein Förderband zum ersten Kegelbrecher, der den Basalt auf eine Größe bis 6 cm zerkleinert. Durch einen zweiten Kegelbrecher und die Splitanlage wird der Basalt auf die gewünschte Größe verkleinert. Man unterscheidet den Normalsplitt, der eine längliche Form hat und z. B. für die Herstellung von Beton verwendet wird, und dem Edelsplit, der gedrungenere Körner aufweist und beim Asphalt Verwendung findet. Die Tagesleistung liegt bei 4.000 bis 5.000 t pro Tag. Ein Großteil des verarbeiteten Materials muss auf Halde gelegt werden, damit man bei einem Großauftrag schnellstens die gewünschte Menge liefern kann. Logistisch ist der Basalttransport recht anspruchsvoll, denn es müssen häufig in kürzester Zeit große Mengen angeliefert werden. Zum Ende der Führung zeigten sich die Teilnehmer sehr erfreut über die Informationen, die sie erhalten hatten. Ortsvorsitzender Bayer bedankte sich bei Dr. Weiher und Dipl.- Ing. Hinz , dass sie die lange Anreise auf sich genommen hatten und für die überaus interessanten Details, die sie bei der Führung mit viel Humor und Engagement an die Teilnehmer gebracht hatten.

Link zu HBM


7. Januar 2015: Besuch "Rappelkiste"

Einen Besuch statteten die Freien Wähler Mitterteich der "Rappelkiste" im Obergeschoss des Mehrgenerationenhauses ab. Träger der Einrichtung ist der Kinderschutzbund des Landkreises. Die Leiterin der Einrichtung, Frau Anni Staufer, stellte die Einrichtung vor. Die Rappelkiste betreut stundenweise Kinder im Alter zwischen 0 und sieben Jahren. Es gibt aber auch Kinder, die regelmäßig die Einrichtung besuchen. Die Rappelkiste wurde eigentlich aus der Not geboren. Wenn nämlich eine Kinderbetreuung außerhalb der Schul- oder Kindergartenzeit notwendig war, wussten die Eltern nicht, wo sie ihre Kinder unterbringen konnten. Auch bei plötzlich auftretenden Notfällen gab es Engpässe. Diese Lücke füllt die Rappelkiste für die Städte Mitterteich und Tirschenreuth aus. Die Anmeldung ist ganz einfach: Spätestens am Tag vorher -im Notfall auch noch am Vormittag- können die Kinder angemeldet werden. Für eine Stunde Betreuung fallen Kosten in Höhe von 2 € an. In dringenden Fällen übernehmen auch manche Betriebe die Hälfte der Kosten. Dabei entstehen keine Fixkosten, sondern es werden nur die tatsächlichen Betreuungsstunden bezahlt. Die Kinderbetreuung ist eigentlich möglich Montag bis Freitag von  8 - 18 Uhr, doch in Wirklichkeit werden die Kinder -wenn notwendig- von  6.15 - 22.00 Uhr betreut. Es können gleichzeitig acht Kinder aufgenommen werden, da die Platzverhältnisse keinen größeren Spielraum zulassen. Betreut werden die Kinder von insgesamt sieben Personen. Alle Betreuerinnen sind ausgebildete Tagesmütter, fünf davon sind zusätzlich noch Krippenpädagoginnen und eine noch Erzieherin. Die Damen arbeiten sehr flexibel, denn sie stehen mehr oder weniger auf "Abruf" bereit. Finanziert wird die Einrichtung durch den Kinderschutzbund, durch Spenden und durch Unterstützung durch die Städte Mitterteich und Tirschenreuth. Doch muss an dieser Stelle auch gesagt werden, dass die Betreuerinnen mit sehr viel Idealismus ihre Arbeit verrichten. Frau Staufer meinte: "Wir würden uns auch freuen, wenn wir mehr Platz und auch einen Spielplatz u. ä. hätten." Die Betreuerinnen der Rappelkiste stehen auch zur Verfügung, wen z. B. ein Elternteil sein Kind nur unter Aufsicht treffen darf. Auch solche und ähnliche Aufgaben übernehmen die Mitarbeiterinnen der Rappelkiste.

Der Kinderschutzbund selbst  hat auch noch zusätzliche Angebote.So gibt es Vorträge, werden Projekte durchgeführt oder wurden z. B. für der Grundschule Waldsassen Klassen- und Lesepaten gefunden. Die anwesenden Freien Wähler waren überrascht, was die Rappelkiste alles leistet und zeigten sich beeindruckt von der Arbeit und dem Idealismus der Mitarbeiterinnen, die so flexibel arbeiten. Der Vorsitzende der Freien Wähler Mitterteich, Ernst Bayer, bedankte sich ganz herzlich bei Frau Staufer für die informative Darstellung der Einrichtung und sprach die Hoffnung aus, dass der eine oder andere Wunsch der Leiterin in Erfüllung gehen möge.

Link zur Rappelkiste


27. Juni 2014: Besuch der AWO

Dem AWO- Kreisverband statteten die Freien Wähler Mitterteich einen Besuch ab. Kreisgeschäftsführerin Angelika Würner begrüßte die Gäste und freute sich, dass sich auch nach der Wahl noch politische Parteien sehen lassen. Ihre Frage war dann: Was macht die AWO eigentlich? Darauf kam die Antwort: "Die AWO pflegt und fährt Essen aus." Im Laufe des Besuches informierte Würner aber, dass die AWO noch viele andere Aufgaben erledigt. Die AWO betreut 360 Personen, darunter 260 durch Pflege. Zur Zeit beschäftigt die AWO 95 Mitarbeiter auf Kreisebene, davon sind 58 In der Krankenpflege, die anderen in der Verwaltung, im AWO- Laden, usw. beschäftigt. Mittlerweile sind auch 37 PKW im Einsatz. Vor 30 Jahren rief Frau Bienlein Holl den Kreisverband ins Leben. Alles begann mit Krankenpflege und Bürgerhilfsstelle. Seit 15 Jahren gibt es in Mitterteich das "Betreute Wohnen". Was ist das? Die Betreuer sind zwar 24 Stunden erreichbar und unterstützen die Bewohner, sie sind aber nicht 24 Stunden im Haus. Die Unterstützung erfolgt durch Kochen des Essens, Fahrten zum Einkauf, Arzt, Friseur, helfen bei besonderen Arbeiten u. ä., sonst aber sind die Bewohner selbstständig. Zur Zeit wohnen 18 Personen in 2 Zimmerwohnungen oder ein- Zimmer- Appartement. Die Bewohner können ihre privaten Möbel mitbringen und die Wohnung nach ihren Geschmack einrichten. Sie haben auch freien Ausgang. Die meisten Leute gehen ins "Betreute Wohnen", wenn sie Hilfe brauchen. Im Haus wird bis zur Pflegestufe 3 betreut. Pflegefälle werden nicht mehr aufgenommen. Wenn Bewohner hochgradig dement werden, legt man ihnen in ein Pflegeheim nahe, da eine 24- Stunden- Betreuung im Haus nicht stattfindet. Neben dem Mitterteicher Haus gibt es seit elf Jahren in Plößberg mit 44 Bewohnern und seit zwei Jahren in Waldsassen mit 15 Bewohnern noch zwei weitere Häuser. Nun ging Frau Würner auf die weiteren Aufgaben der AWO ein. Da sind zwei AWO- Läden (Mitterteich, Kemnath), die sehr gut angenommen werden und in denen man günstig viele Sachen erwerben kann, die vorher durch Spenden beigebracht wurden. Weiter gibt es den "mobilen, sozielen Hilfsdienst". Er fährt Essen aus, transportiert Schüler in bestimmte Einrichtungen. Weitere Aufgaben: Kinderbetreuung z. B. vor Öffnung oder nach Schließung des Kindergartens, Führung eines Haushalts, wenn Mutter im Krankenhaus, Herstellung von Kontakten bei z. B. Drogenproblemen oder Schuldnerberatung zu den Fachstellen, Zusammenarbeit mit "Lichtblicke" oder "Tafel". DIE Mitarbeiter der AWO machen alles, angefangen vom Holz hacken über Wohnungen einrichten bis zum Auflösen von Wohnungen. Geholfen wird aber nicht mit Geld, sondern mit Material im weitesten Sinne. Ein Anwesender meinte: "Die AWO ist eine Einrichtung für alle Fälle." Frau Würner beantwortete auch die Frage: "Wie finanziert sich die AWO?" Haupteinnahmequelle ist die Krankenpflege, dazu kommen Spenden vom Landratsamt, private Spenden und Mitgliedsbeiträge. Der AWO Kreisverband hat sieben Ortsverbände und zwar in Mitterteich, Waldsassen, Steinmühle, Tirschenreuth, Kemnath, Fuchsmühl und Erbendorf. Der Kreisverband zählt z. Zt. 1116 Mitglieder. Aus en Überschüssen der AWO-Läden werden jährlich 20 Kinder aus sozial schwachen Familien zur Kindererholung geschickt. Nach diesem informativen Gespräch fuhr man noch ins "Haus der Pflege" in der Marktredwitzer Str. Dort ist der Stützpunkt der Krankenpflege. Damit man auch in Zukunft Pflegekräfte hat, bildet man selbst aus. Die Azubis besuchen die Altenpflegeschule in Erbendorf.

Zum Schluss des Besuches bedankte sich der Vorsitzende der Freien Wähler bei Frau Würner für ihre engagierte Information über die AWO. Bayer meinte: "Ich hoffe, dass die heute Anwesenden als Multiplikatoren dienen werden."

Link zur AWO


28. Mai 2013: Besuch Kinderhaus Mitterteich

Die Freien Wähler besuchten Ende Mai das Kinderhaus der Stadt Mitterteich. Begrüßt wurde die Gruppe von der Leiterin der Einrichtung, Frau Evi Reichl. Sie erzählte, dass 1975 der große Umbau der früheren Schule zum städtischen Kindergarten durchgeführt wurde. 2006 war dann eine Generalsanierung fällig, die 2007 abgeschlossen wurde. Dabei konnte die erste Kindergrippe gegründet werden. 2012 hat man den ersten Stock ausgebaut, sodass eine weitere Kindergrippe Platz gefunden hat.

Aktuell sind 129 Kinder in vier Kindergruppen und zwei Kindergrippen untergebracht. Das Personal umfasst 22 Personen, davon sind 9 Erzieherinnen ganztags tätig.

Das Kinderhaus ist auch als integrierte Einrichtung zu sehen, sodass auch Kinder mit Behinderung aufgenommen werden.

Die Gruppen sind nach Tieren benannt, z.B. Löwen- oder Papageiengruppe. Jeder Raum ist großzügig bemessen, hell, und mit Möbeln aus Holz ausgestattet. Es gibt verschiedene Bereiche im Zimmer, z.B. eine Spiel- oder Kuschelecke. Weiterhin hat jede Gruppe ein Malzimmer. Im Obergeschoss befinden sich weitere Räume wie Snoezelen- oder Zählraum. Das Personal hat während der Planungs- und Bauphase sehr viel Herzblut investiert, um das Kinderhaus auf diesen modernen und behaglichen Status zu bringen. Hier kann man allen Beteiligten nur gratulieren – die Stadt Mitterteich hat mit dem Kinderhaus eine Top-Einrichtung!

Stadtrat Bernhard Thoma bedankte sich im Namen der Teilnehmer bei Frau Reichl für die äußert interessante und kompetente Führung und überreichte eine kleine Spende.

Link zum Kinderhaus Mitterteich


22. Juni 2012: Seniorenzentrum Mitterteich

Die Freien Wähler statteten dem Seniorenzentrum in Mitterteich einen Informationsbesuch ab. Begrüßt wurden sie von der Leiterin der Einrichtung, Frau Heumann. Das Haus wurde im Jahre 1999 eröffnet. Nach einigen Besitzerwechseln wird es seit 1. 1. 2012 von der Phönix GmbH geführt. Die Firma betreibt in Deutschland 45, in Frankreich 250 und in Italien 10 Häuser. Das Mitterteicher Haus hat 110 Betten in 66 Einzel- und 30 Doppelzimmern. Davon entfallen 24 Betten auf die "beschützende Abteilung". Hier sind meist Demenzkranke mit "Weglauftendenz" untergebracht. Die Unterbringung in dieser Abteilung darf nur auf richterlichen Beschluss erfolgen. Die Wände der Abteilung sind mit Bildern des alten und neuen Mitterteich gestaltet, so dass die Bewohner noch gewisse Anregungen für ihre Erinnerung erhalten. Auch ein Innenhof steht den Patienten zur Verfügung. 12 Betten sind für Wachkoma- Patienten vorgesehen. Das Wachkoma ist eine der schwersten mit dem Überleben gerade noch zu vereinbarenden Schädigungen des Gehirns. Für diesen Zustand gibt es verschiedene Ursachen . In den restlichen Zimmern leben Bewohner der Pflegestufe 0- 3.

Auch eine Kurzzeitpflege bietet das Haus an. 80 Menschen, darunter ca. 50 % ausgebildete Krankenschwestern und Altenpflegerinnen, kümmern sich um das Wohl der Bewohner. Das Haus ist gut ausgelastet, zu manchen Zeiten gibt es auch eine Warteliste. Besonders aufmerksam machte Frau Heumann darauf, dass das Haus einen vollen Brandschutz hat. Auch gibt es für Wachkomapatienten ein Dialysezimmer, so dass betroffene Patienten nicht außer Haus gebracht werden müssen. Für Bewohner, die sich selbst nicht mehr helfen können, stehen  ein Bad und ein Snoezelen- Raum zur Verfügung, wo diese Personen entspannen können. Frau Heumann erklärte, dass sich die Mitarbeiter des Zentrums natürlich um die behördlichen Angelegenheiten vor und während der Unterbringung kümmern. Der Vorsitzende Ernst Bayer bedankte sich im Namen der Teilnehmer für die äußert interessante und kompetente Führung bei Frau Heumann.

Link zum Seniorenzentrum Mitterteich


23. November 2011: FFW Mitterteich

Die Freiwillige Feuerwehr besuchten die Freien Wähler Mitterteich. Begrüßt wurden sie vom Kommandanten Franz Bauernfeind, Kreisbrandrat Arnold und anderen Feuerwehrdienst-graden. Zunächst erfolgte unter Führung von Franz Bauernfeind und Hans Fick ein Rundgang durch das Feuerwehrhaus. Dabei wurden die verschiedenen Einsatzfahrzeuge gezeigt und ihre Aufgaben und Arbeitsweisen vorgestellt. Neben dem Drehleiterfahrzeug und den beiden Löschfahrzeugen mit ihrem enormen technischen Material waren die Besucher natürlich am Strahlenschutzfahrzeug und am Lichtmastfahrzeug interessiert. Demnächst kommt noch der neue Rüstwagen dazu. Sehr überrascht zeigten sich die Besucher, als sie erfuhren, dass einige Fahrzeuge, wie z. B. das Lichtmastfahrzeug, von der Feuerwehr in Eigenregie einsatzbereit gemacht wurden. Am Ende des Rundgangs war man von der Fülle der Technik und der Eigeninitiative der Feuerwehr Mitterteich sehr angetan. Nun ging es in den Saal des Feuerwehrgerätehauses. Dort stellte der Kommandant in einer Power- Point- Präsentation die Aufgaben vor, die neben der traditionellen Aufgabe- nämlich das Feuerlöschen-, heute auf die Feuerwehr zukommen. So ist die Feuerwehr zuständig für den Strahlenschutz, die Unfälle auf der Autobahn, das Abpumpen von Treibstoff aus defekten Fahrzeugtanks, das Beseitigen von Ölspuren, das Entfernen großer Schneelasten von den Dächern, um nur einige Aufgaben zu nennen. Im letzten Winter war die Mitterteicher Wehr sogar im Bayrischen Wald zum Schneeräumen im Einsatz. Ferner werden Sandsäcke in Bereitschaft gehalten, da bei den heutigen  Wettereskapaden jederzeit auch in unserer Nähe mit großen Wassermassen gerechnet werden muss. Der Kommandant berichtete, dass im Durchschnitt pro Jahr neben 15- 20 Brandeinsätzen,  94 technische Hilfeleistungen, 14 Verkehrsunfälle und 25 Einsätze für die Stadt bzw. die Vereine durchgeführt wurden. Dabei waren jährlich bei diesen Vorkommnissen zwei Tote zu beklagen.  Bei den Einsätzen wurden 2869 freiwillige Einsatzstunden erbracht. Auch über die Personalstärke informierte Bauernfeind. Zur Zeit hat man 60 aktive Feuerwehrmänner im Alter zwischen 18 und 63 Jahren. Die Jugendgruppe hat 26 Jugendliche und dem Feuerwehrverein gehören 240 Mitglieder an. Pro Jahr werden 30 Übungen durchgeführt und 60 Personen nehmen an überörtlichen Weiterbildungen teil. Man pflegt auch die Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren, auch mit weiter entfernten, wie den Feuerwehren der Stadt und des Landkreises Amberg. Seit einigen Jahren hält man auch gute Kontakte zu einer polnischen Feuerwehr.

Nun berichtete Jugendleiter Günther Sommer über die Jugendarbeit. Jeden Dienstag finden Unterrichte bzw. Übungen statt, die von den Jugendlichen, die ab dem zwölften Lebensjahr beitreten dürfen, mit viel Eifer besucht werden. An dieser Stelle bedankte sich Sommer bei den Maschinisten und anderen Feuerwehrkameraden dafür, dass sie ihn bei seiner Arbeit unterstützen. Ohne deren Mithilfe könnte ein so umfangreiches Jugendprogramm nicht aufrecht erhalten werden. Neben der Ausbildung kommt natürlich auch das Freizeitangebot nicht zu kurz, wie z. B. Zeltlager usw. FW- Vorsitzender Bayer bedankte sich im Namen der Teilnehmer für die äußerst beeindruckenden Informationen und überreichte eine Spende für die Jugendarbeit. Bayer meinte, dass viele der Teilnehmer jetzt die Arbeit der Feuerwehr mit anderen Augen sehen und das Engagement besser schätzen werden. Zum Schluss drückte der Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Otto Weiß, seine Freude darüber aus, dass eine größere Gruppe Interesse an der Arbeit der Feuerwehr gezeigt habe.

Link zur FFW Mitterteich


3. Juni 2011: Porzellanmuseum Mitterteich

Einen Besuch statteten die Freien Wähler dem Mitterteicher Museum "Porzellan- Glas- Handwerk" ab. Begrüßt wurden sie von den beiden Leiterinnen des Museums, Frau Maria Kunz und Frau Nicole Schuller. Zunächst stellte Frau Schuller die Entstehung des Museums vor und anschließend erfolgte die Führung durchs Museum. So erfuhren die Besucher, dass im Jahre 1886 der Mitterteicher Uhrmacher Lindner die erste Porzellanfabrik in Mitterteich gründete und zwar an der Stelle, an der heute das Museum steht. 1917 übernahmen dann die Familien Zehendner und Wiendl die Firma, die sie dann führten. Im Anschluss daran übernahm Architekt Friedrich Zeitler die Firma, bis im Jahr 2005 der Zusammenbruch kam. Der vormalige technische Vorstand Schmiedling verkaufte dann die Maschinen in die Türkei, wo heute das Porzellan produziert wird. Es darf dann mit dem Mitterteicher Stempel versehen werden. Bei der Führung zeigte Frau Schuller dann theoretisch den Herstellungsvorgang beim Porzellan auf und stellte verschiedene Porzellanprodukte vor, die in Vitrinen zu betrachten sind. Auch die Firma Rieber, die 1972 ihren Pforten schloss, wurde noch kurz angesprochen. Im praktischen Teil stellte Frau Kunz verschiedene Bearbeitungsvorgänge vor. Dabei durften die Besucher einmal selbst Porzellan gießen. Anschließend konnten Interessierte sowohl Porzellan bedrucken als auch bemalen, wovon reger Gebrauch gemacht wurde. Dann ging es weiter im Museum. Als nächstes wurde die Abteilung Glas vorgestellt. Hier sind Schott- Rohrglas und die ehemalige DESAG vertreten. Schott- Rohr ist die führende Firma in der Glasröhrenproduktion und hat sich in den letzten Jahren im Bezug auf Solarthermie einen Namen gemacht. Besonderes Interesse bestand natürlich an den Informationen über die DESAG, die vor Jahren den Betrieb in Mitterteich einstellte. Denn in dieser Firma wurde ja Glas geblasen, um dann entsprechende Scheiben herzustellen. Auch presste diese Firma Gläser für Ampeln, Warnleuchten usw. Nun ging es weiter zum Handwerk. Bis zur Industrialisierung gab es in Mitterteich zahlreiche Weber. Ein Webstuhl ist im Museum aufgebaut. Auch hierzu gab es reichliche Informationen. Die beiden Leiterinnen gaben dann bekannt, dass in nächster Zeit die Schuhmacherwerkstatt von Louis Kaiser aufgebaut wird. Bestimmt eine Bereicherung des Museums. Auch die aufgebaute Zoiglstube aus dem ehemaligen "Rasp- Anwesen" wurde gezeigt. Zum Schluss wurden noch der Tagungsraum, in dem noch Teile der Ausstellung der Selber Fachschüler waren, und die anderen Räume für den Malkreis und  für die Schnitzer besichtigt. Auch der kleine Brennofen wurde gezeigt. Dort können dann die Teile, die bei Veranstaltungen im pädagogischen Raum bemalt und bedruckt werden, gebrannt werden. "Eine rundum gelungene Veranstaltung", bedankte sich der Vorsitzende Ernst Bayer nicht nur bei den Leiterinnen des Museum, sondern auch bei den Teilnehmern, von denen einige eigene Erfahrungen und Erlebnisse aus der Porzellan- bzw. Glasherstellung einbringen konnten.

Link zum Museum Mitterteich


26. März 2010: Metallbau Forster

Die Freien Wähler Mitterteich hatten die Möglichkeit, die neue Produktionsstätte der Firma Metallbau Forster im Gebäude der ehemaligen Porzellanfabrik zu besuchen. Firmenchef Willi Forster begrüßte die Besucher und ging auf die jüngere Geschichte der Firma ein. In den neunziger Jahren siedelte dir Firma ins Industriegebiet aus. Im Jahre 2002 erfolgte dann ein Anbau und es wurde ein Laser- und ein Wassserstrahlschneider angeschafft. 2005 entschloss sich Familie Forster- und darauf legt der Firmeninhaber besondern Wert, denn in der Firma arbeiten zwei seiner Söhne und seine Frau- einen Teil des Porzellangebäudes zu übernehmen und als neue Produktionsstätte auszubauen.  Die Produktionsflächen, die man dadurch zur Verfügung bekam, liegen bei ca. 4000 m² sowie noch ca. 600 m² Bürogebäude. Bereits Ende 2007 kaufte man ein sog. Bearbeitungszentrum, das ist eine computergesteuerte Maschine, die verschiedene Arbeitsvorgänge wie schneiden, schleifen, bohren u. ä. in einem Arbeitsgang durchführen kann. Die Maschine arbeitet auch so, dass möglichst wenig Abfall entsteht. Zum 1. 1. 2008 wurde dann mit der Produktion im neuen Werk schon begonnen, obwohl vieles noch provisorisch war.

Nun ging der Firmeninhaber auf die Produktionspalette ein. So fertigt die Firma Fenster, Türen und Fassadenverkleidungen in großem Stil, auch Feuerschutztüren werden hergestellt. So liegen die Stückzahlen z. B. bei Fenstern und Türen bei 300 bis 500. Die Baustellen liegen deutschlandweit verstreut. Einige Angaben sollen das verdeutlichen: So Fertigte man die Außenverkleidung der Uni Konstanz, z. Zt. hat man Baustellen in München, Herne, Frankfurt a. M. usw. Die Firma beschäftigt 65 Mitarbeiter, darunter ca. 20 Monteure. Die Bauteile werden mit firmeneigenen Fahrzeugen zu den Baustellen gebracht. Auf Nachfrage stellte Forster fest, dass von der Planung über die Fertigung bis zum Einbau alles in der Firma durchgeführt wird.

Anschließend konnten dann die Besucher die Fertigungstätte besichtigen. Die Firma bezieht Alu-Profilstangen und Kunststoffbänder. Diese werden durch eine Maschine zu Fenster- bzw. Türprofilen verpresst. Im Bearbeitungszentrum werden diese Profile dann bearbeitet und in einem letzten Arbeitsgang an einer anderen Maschine zusammengebaut. Hier wird noch ein Teil in Handarbeit erledigt. Gearbeitet wird von Montag bis Freitag im Schichtbetrieb. Nachdem Herr Forster geduldig die vielen Fragen beantwortet hatte, fuhr man noch zu Besichtigung des ersten Werks ins Industriegebiet. Hier werden Zubehörteile für den Einbau der Produkte aus dem neuen Werk gefertigt, aber auch Teile, die von anderen Firmen oder Betrieben geordert werden. Die wichtigsten Maschinen sind ein Laserschneider, der Metallbleche bis zu einer Stärke von 20 mm, und ein Wasserstrahlschneider, der die verschiedensten Materialien bis zu einer Stärke von 100 mm feinstens ausschneiden kann. Der nächste Schritt der Firma besteht in der Anschaffung eines zweiten Lasers und dem Einbau eines gesteuerten Regalsystems, in dem 250 verschiedene Blechsorten gelagert und bei Bedarf automatisch zur Verarbeitung abgerufen werden können. Die Teilnehmer an der Führung waren beeindruckt, weil sie vorher nicht wussten, was und in welchen Mengen Metallbau Forster produziert. Nachdem Herr Forster noch die verschiedensten Fragen beantwortet hatte, bedankte sich FW- Ortsvorsitzender Bayer für die Möglichkeit, die Firma besuchen zu können, und für die ausführliche und äußerst interessante Führung.

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24. Oktober 2009: Bäckerei Männl Steinmühle

Ein Jahr nach Eröffnung des Betriebes in Steinmühle besuchten die Freien Wähler Mitterteich die Firma Männl. Begrüßt wurden sie von Juniorchefin Franziska Männl. Die auch die Führung übernahm. Der erste Einblick galt der Lebkuchenproduktion. Hergestellt werden die Lebkuchen von April bis Weihnachten. Die übrigen Monate produziert man Schnittbrote, Kekse u. ä. Die Produkte werden unter dem Namen der Firma, aber auch über Reformhäuser ohne Herstellerangabe vertrieben. Wert wird in der Firmenleitung darauf gelegt, dass die Rohstoffe wie Getreide, Honig usw. aus der Region bezogen werden. Die Lebkuchen, von denen in 4 h 24 000 Stück produziert werden, werden in verschiedenen Variationen, darunter auch in Bio- Qualität glukenfrei, hergestellt.  Interessant war die Information über die Herstellung, Überzug mit Schokolade und ie Verpackung. Der nächste Bereich war die Konditorei. Neben den üblichen Produkten werden die Plätzchen noch in Handarbeit hergestellt. Weiter ging es zur Holzofenbäckerei. Die Brotmaschine fasst 800 kg Brotteig und die Gärung erfolgt durch Natursauerteig. Der Holzofen wird dreimal pro Woche zweimal beschickt und an den restlichen Tagen je einmal. Die Kapazität beträgt 102 Laibe. Die Arbeit beginnt für die ersten Bäcker bereits nachts um 23.00 Uhr. Der letzte Bereich im Gebäude war die erst vor Kurzem ins Leben gerufene Zoiglabteilung „Der Zoiglbauer“. Neben der Vorstellung der Vermarktung des Bieres gab es auch Informationen über Produkte, die mit Zoigl hergestellt werden. Die Juniorchefin meinte, dass die Zoiglvermarktung professionell betrieben werden soll und dass damit auch Werbung für die Region gemacht werden kann. Sen Abschluss bildete dann der Besuch des modern eingerichteten Werksverkaufsladens. Hier informierte Frau Männl, dass zur Zeit in Steinmühle 40 Mitarbeiter, darunterv acht Azubis, beschäftigt sind. Anschließend stellten die Teilnehmer noch verschiedene Detailfragen und  bedankten sich dann für die informative Führung.

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16. Oktober 2009: Lebenshilfe

Anlässlich des 20. Geburtstages der Lebenshilfe besuchten die Freien Wähler Mitterteich ihre Einrichtungen in Mitterteich. Begrüßt wurden sie vom Kreisvorsitzenden Karl Haberkorn und Geschäftsführer Berthold Kellner. In kurzweiliger Art schilderte er die Entstehungsgeschichte der Lebenshilfe und ging dann auf die verschiedenen Einrichtungen ein. Mittlerweile ist die Lebenshilfe ein breit gefächertes „Unternehmen“. So gibt es in Mitterteich das Förderzentrum. Hier werden Kinder unterrichtet, deren Lebensgestaltung und –bewältigung erschwert ist. Angeschlossen daran ist die Heilpädagogische Tagesstätte. Sie nimmt Kinder ab drei Jahren bis zum Ende der Werkstufe auf. Sie werden hier während der Schulzeit täglich bis 15.30 Uhr betreut. In Erbendorf gibt es die Petö-Tagesstätte. In dieser Stätte sollen behinderte Kinder zu einer weitgehenden Unabhängigkeit von Hilfsmitteln und Personen bei der Lebensbewältigung hingeführt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Lebenshilfe sind die Frühförderung und die Schulvorbereitenden Einrichtungen. Diese sind dezentral über den ganzen Landkreis verteilt. Sie helfen sprachauffälligen und entwicklungsverzögerten Kindern diese Schwächen möglichst gut abzubauen und sollen diese Kinder möglichst zur normalen Schulreife heranführen. Hier ist ganz wichtig, dass mit der Förderung so bald wie möglich begonnen wird. Je früher die Förderung beginnt, desto größer ist die Erfolgswahrscheinlichkeit. Auch ein Familienentlastender Dienst wurde ins Leben gerufen. Der Verein unterstützt und entlastet Familien bei der Betreuung behinderter Angehöriger. Ein Tochtergesellschaft der Lebenshilfe ist die Integrationsfirma „Arbeit und Lebenshilfe gGmbH“. Sie betreibt das Cafe LebensArt und die Buchhandlung St. Peter, auch unterhält sie einen Gebäudereinigungsservice. Er reinigt nicht nur die Einrichtungen der Lebenshilfe, sondern auch z. B. die Mehrzweckhalle in Mitterteich und einige Privatwohnungen. In dieser Firma finden Menschen mit einer Behinderung einen Arbeitsplatz und arbeiten mit Nichtbehinderten zusammen. Herr Kellner verwies besonders darauf, dass die Mitarbeiter dieser Firma nach Tarif entlohnt werden. Die Besucher zeigten sich sehr überrascht von der Bandbreite, die die Lebenshilfe abdeckt. Nach diesen Informationen führte Herr Kellner die Gruppe durch die Räumlichkeiten. Auch hier war man erstaunt über die Funktionalität der Räume und die vielen Angebote, die für behinderte Kinder zur Verfügung stehen. Am Ende der Führungen begrüßte der Vorsitzende der Freien Wähler auch die beiden Behindertenbeauftragten der Stadt Mitterteich, Frau Brand und Frau Betzl. Die beiden Damen stellten sich vor und erläuterten kurz die Vorstellungen für ihre Arbeit. Die Freien Wähler bedankten sich für ihr Engagement und sicherten Ihnen ihre Unterstützung zu. Zum Schluss bedankte sich Bayer bei Herrn Kellner für die umfangreiche Information und übergab eine Spende für die „Außenklasse“. Hier arbeiten behinderte Kinder mit einer Mitterteicher Grundschulklasse zusammen.

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28. Mai 2009: Schreinerei Weiß

Zu einem Besuch waren die Freien Wähler Mitterteich in die Schreinerei Weiß eingeladen. Begrüßt wurde die Gruppe im renovierten und total sanierten Gebäude in der Großbüchlberger Straße, das in Zukunft die Ausstellungsräume und das Büro beherbergen wird. Juniorchef Helmut Weiß stellte das Gebäude und die durchgeführte Sanierung vor.

Neben der gelungenen Renovierung der Außenfassade, die jetzt eine sehr freundliche Ausstrahlung auf den Winkel hat, überraschte auch die gelungene Innengestaltung. Das Schmuckstück ist aber mit Sicherheit das Dachgeschoss. Die Balken des alten Dachstuhles und auch die Stirn- und Rückwand blieben ganz erhalten. Hier ist eine Komposition aus alt und neu in hervorragender Weise gelungen. Sehenswert ist auch der Garten. Hier wurde ein alter Kastanienbaum in die Außenanlage eingebunden, so dass eine reizvolle Nischen-gestaltung gelang. Anschließend wurde die Gruppe in die Werkstatt des Unternehmens geführt. Wer noch den Eindruck einer herkömmlichen Schreinerei in der Erinnerung hatte, wurde ganz schnell eines besseren belehrt. Das Herzstück des modernst eingerichteten Betriebes ist das Bearbeitungszentrum, eine Computer gesteuerte Maschine, die die verschiedensten Arbeitsgänge schnell und äußerst präzise ausführt. Hier können die entsprechenden Teile für Küchen, Möbel, Regale usw. nach den Wünschen der Kunden maßangefertigt und dann bei Bedarf vor Ort passgenau eingebaut werden. Des weiteren gibt es noch eine moderne Kantenleimmaschine, die ebenfalls ganz genau arbeitet. Diese beiden Maschinen haben je einen Anschaffungspreis von weit über 100 000 €. Daneben gibt es die noch notwendigen Geräte wie Kreissäge, Drechselbank, Furnierklebepresse u. ä. Die Firma beschäftigt zur Zeit 15 Mitarbeiter. Besonders stolz ist der Inhaber, dass er jedes Jahr einen Azubi einstellt und dabei auch soziale Komponenten berücksichtigt. Fasziniert waren die Besucher von der Verwertung der kleineren Holzabfälle. Diese Abfälle werden in eine Aussparung im Boden geworfen. In einer darunter liegenden Maschine werden sie gehäckselt und zu Holzbriketts gepresst. Diese Briketts gelangen in den Keller und werden dort zur Wärmegewinnung für Haus und Betrieb verwendet. Nach einer ausgiebigen Brotzeit kam die Gruppe nun zu dem ganzen Stolz des Seniorchefs Otto Weiß: dem Museum. Dieses Museum hat er mit viel Liebe und großem persönlichen Engagement aufgebaut und man spürt, dass er mit seinem ganzen Herzblut an diesem Kleinod hängt. Es würde nun zu weit führen, das Museum detailgetreu vorzustellen, doch müssen einfach einige Bemerkungen dazu gemacht werden. Nachdem der Besuchergruppe vorher ein moderner Betrieb vorgestellt wurde, ging es nun nämlich in der Zeitreise zurück bis in die Jahre um 1900. Herr Weiß zeigte die verschiedenen Werkzeuge und erklärte, welche Arbeiten hier mit Hand ausgeführt wurden. Dabei wurden nicht nur die Werkzeuge und Maschinen vorgestellt, sondern Otto Weiß gelang es, durch sein fundiertes Wissen und durch seine anschauliche Erzählweise, die Besucher in die vergangene Zeit zurückzuversetzen. Neben den verschiedensten Hobeln, Handbohrern, Beschlägen u. ä. sind die Kernstücke des Museums eine Drechselbank mit Fußantrieb, eine Hobelmaschine und eine Bandsäge, die noch Anbauteile als Kreissäge, Fräse und Zapfbohrmaschine besitzt. Die Besucher bedankten sich für den informativen, aber auch lehrreichen Abend Bei der Schreinerei Weiß und wünschten, dass noch viele die Möglichkeit haben, das Museum zu besuchen.

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13. Februar 2009: Hör Technologie GmbH

Am Freitagnachmittag hatten die Freien Wähler die Möglichkeit, die Firma Hör zu besuchen. Leider hatte man sich einen ungünstigen Termin ausgesucht, da eine erhebliche Zahl von Interessenten wegen Erkrankung kurzfristig absagen mussten. Begrüßt wurde die Gruppe von Frau Schmid am Empfang. Die Führung durch den Betrieb übernahm dann Herr Busch von der Geschäftsleitung. Zunächst stellte Herr Busch die Entwicklung der Firma vor. Die Firma Hör entstand vor 30 Jahren in Erbendorf aus kleinen Anfängen. Bald siedelte man nach Weiden über. Seit 2002 ist man auch am Standort Mitterteich. Die Firma hat in Mitterteich ca. 100 Mitarbeiter. Gebaut werden ganze Getriebe, Getriebeteile und vieles mehr für Autos und Motorräder. Überrascht waren die Besucher zu hören, dass die Firma Hör an hervorragende Autofirmen, aber auch an Formel-1- Teams liefert. Die Teile und die fertigen Getriebe, die ja enormen Kräften unterworfen sind, können in einem firmeneigenen Prüfstand getestet werden. Nun erfolgte die Führung durch den Werksbereich, der vor allem durch seine Sauberkeit und Funktionalität auffiel. Die Teilnehmer konnten einzelne Arbeitsprozesse und fertig bearbeitete Stücke in Augenschein nehmen. Herr Busch erwähnte, dass die Firma Wärmerückgewinnung betreibe und entsprechende Filter selbst entwickelt habe, so dass der Betrieb aktiv zum Umweltschutz betrage. Nach dem Ende der Führung tauchten verschiedene Fragen auf, die Herr Busch geduldig und kompetent beantwortete. Die erste Frage galt natürlich der Wirtschaftskrise. Hier konnte Herr Busch berichten, dass die Firma sie zwar merke, aber nicht nachhaltig betroffen sei. Auf die Frage nach Azubis, antwortete Herr Busch: „Die Firma bildet aus. Sie nimmt Realschüler, aber auch Hauptschüler. Die Auswahl erfolgt durch ein intensives Bewerbergespräch. Die Azubi- Ausbildung erfolgt hauptsächlich in Weiden.“ Auch die Möglichkeit einer Schnupperlehre sei möglich, meinte Herr Busch. Zum Ende der Werksführung waren sich die Teilnehmer einig, dass es sehr interessant war, einmal aus der Nähe zu erfahren, was die Firma produziere. Im Namen aller Teilnehmer bedankte sich der Ortsvorsitzende der FW, Ernst Bayer, ganz herzlich für die ausgezeichnete Führung. Er meinte, dass die Besucher heute gesehen hätten, welches Glück Mitterteich im Jahre 2002 hatte, als sich die Firma Hör damals ansiedelte.

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24. Oktober 2008: Elektro Leipold

Wieder einmal waren die Freien Wähler Mitterteich on Tour. Dieses Mal war man bei der Firma Elektro- Leipold zu Gast. Der Firmeninhaber, Karl Leipold, begrüßte die Gäste und ging kurz auf die Firmengeschichte ein. Gegründet wurde die Firma 1991. Vor zwei Jahren wurde ein leerstehendes Gebäude an der Marktredwitzer Str. erworben und saniert. Dabei gelang- wie alle Besucher feststellten- außen eine sehr ansprechende Gestaltung. Im Inneren wurde das Gebäude auch auf den neuesten Stand gebracht und bietet ein sehr geschmackvolles Ambiente. Herr Leipold führte die Besucher dann zum Kernstück der Wärmeversorgung, einer Luft- Wasser- Wärmepumpe. Das Gebäude besitzt in allen Räumen eine Fußbodenheizung und der Betrieb erfolgt über diese Pumpe. Diese Technik funktioniert auch noch bei niedrigen Temperaturen, erst bei extremen Kältetemperaturen wird eine Zusatzheizung dazu gestaltet. Es werden also keine fossilen Brennstoffe benötigt und außerdem kommt der Betrieb finanziell wesentlich günstiger. Des weiteren hat die Firma Leipold eine Photovoltaik- Anlage installiert, die eine Jahresleistung von 30 000 kWh erbringt. Nun ging der Firmengründer auf die heutige Firma ein. Zur Zeit gibt es zwanzig Beschäftigte, darunter zwei Meister und fünf Auszubildende. Die Besucher stellten fest, dass der Firma sehr an der Ausbildung von Fachkräften liegt. Herr Leipold erläuterte auch seine Anforderungen , die er an Azubis stellt. Doch konnte man diesen Komplex nur kurz streifen und nicht vertiefen. Er informierte die Besucher auch darüber, dass die heutigen Elektroniker in den Fachrichtungen Automatisierungstechnik, Informationstechnik und Gebäudesystemtechnik ausgebildet werden. In einem mittelständischen Betrieb muss allerdings der Monteur fast alle Tätigkeitsfelder beherrschen Dann nannte der Firmenchef die Tätigkeitsfelder des Unternehmens. Der einfache elektrische Installationsbereich spielt eine sehr geringe Rolle. Dagegen arbeitet man für verschiedene Großkunden und Bauträger-gesellschaften. Die Anforderungen sind hier natürlich wesentlich anspruchsvoller. Die Firma hat deutschlandweit Aufträge. Hier entstand natürlich eine Diskussion über die Mobilität der Arbeitnehmer, denn sie müssen bereit sein, ganze Wochen auswärts zu arbeiten. Sehr informativ war auch der Bericht über Ausschreibungen. Da ja in der heutigen Zeit Rohstoffpreise- in dieser Branche natürlich besonders wichtig die Kupferpreise -großen Schwankungen unterworfen sind, muss das auch bei den Kalkulationen berücksichtigt werden. Der Einkauf des Materials erfordert also auch ein großes Maß an Überlegungen. Eine Neuerung stellte Chef noch vor, die demnächst in der Firma Anwendung findet: einen „Labortisch“. Hier können komplizierte Aufgaben wie in einem Labor im Kleinen ausgearbeitet und getestet werden. Erst wenn alles ohne Komplikationen fünktioniert, geht das Monteur- Team damit auf die Arbeitsstelle. Anschließend lud Herr Leipold zu einem Imbiss ein, dabei wurden noch Fragen gestellt. Für viele Besucher war überraschend zu erfahren, dass der Elektrogräte- Verkauf und der Kundendienst einen äußerst geringen Anteil am Umsatz der Firma haben. Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende der Freien Wähler, Ernst Bayer, ganz herzlich für die informative Veranstaltung und für die freundliche Führung. Er meinte, dass durch diesen Besuch die Vorstellung über eine „Elektrofirma“ für viele Besucher enorm revidiert worden sei und neue Aspekte aufgezeigt worden seien. Zur allgemeinen Überraschung verabschiedeten sich Frau und Herr Leipold mit einem Erinnerungsgeschenk von der Besuchergruppe.

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11. Januar 2008: Schott-Rohrglas, Rohrfertigung

Die Geschäftsleitung von Schott- Rohrglas ermöglichte den Freien Wählern einen Besuch mit ca. 40 Personen in ihrer Firma. Eingangs begrüßte Herr Männl von der Geschäftsleitung die Teilnehmer und stellte ihnen den Konzern mit seiner weltweiten Verzweigung vor. Er gab auch einen kurzen historischen Rückblick. Neu für alle Besucher war, dass seit 1883 in Mitterteich Glas produziert wird und die damalige Firma 1930 an die Vorläufer der heutigen Schott- Rohrglas überging. Der Mitterteicher Betrieb ist der größte Arbeitgeber der Stadt und beschäftigt zur Zeit ungefähr 1200 Mitarbeiter. Herr Männl verwies auch darauf, dass Schott- Rohr zur Zeit jährlich 20- 24 Arbeitsplätze zur Verfügung stellt und die Azubis im Augenblick übernommen werden. Die Firma bildet in den verschiedensten Berufen, vor allem im technischen, weniger in kaufmännischen Bereich, aus. Im Anschluss daran gab Herr Dipl.- Ing. (FH) Fischer einen Überblick über die vielen Anwendungsmöglichkeiten von Glas.
So wird das Mitterteicher Glas in den unterschiedlichsten Bereichen wie der Pharmaindustrie, der chemischen Industrie, aber auch bei Entschwefelungsanlagen, für Halogenlampen, für Beleuchtungssysteme usw. eingesetzt. Gezogen werden Rohre mit einem Außendurchmesser von 1- 450 mm. Die Herren Sollfrank und Hummer erklärten nun die Entstehung des Glases vom Gemenge bis zur Verpackung und der Lagerung. Glas besteht zu 70% aus Quarzsand, dazu kommen Soda, Pottasche und andere Mittel in geringem Anteil.
Nun folgte eine sachkundige Führung durch die Herren Scharbert, Sollfrank und Hummer durch das Werk. Hier konnten die Besucher der Produktion von Glas vom Gemenge bis zur
Verpackung und Lagerung verfolgen. Beeindruckt waren die Teilnehmer vom technischen Ablauf, der durch meist in der Firma selbst entworfene und gebaute Maschinen erfolgt. Auch Fragen der Teilnehmer wurden freundlich und fundiert beantwortet.
Nach der Führung ermöglichte die Firma noch ein Beisammensein. Dabei bedankte sich der Vorsitzende der Freien Wähler, Ernst Bayer, bei den Herren, die die Führung ermöglicht und geleitet hatten auf das herzlichste.

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November 2007 Glapor
September 2007 GRB (Sammelstelle für schwach- und mittelradioaktive Abfälle)
Juli 2007 Schott Solar, Receiverfertigung
Mai 2007 Brauerei Hösl
März 2007 Stiftlandelektronik